30. September 2011 | Von

Wie man den idealen Hoster findet

Um die eigene Homepage für alle Kunden zugänglich zu machen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man dazu Platz auf einem Webserver mieten, den man sich dann in der Regel mit 50-1000 anderen Kunden teilt (Managed Hosting), zum anderen kann man auch einen eigenen Server kaufen oder mieten (Managed Server oder Root Server). Ein eigener Server bietet mehr Performance und Schutz vor unprofessionellen Mitbenutzern die mit eigenen Scripts den Server verlangsamen oder zum Absturz bringen. Man kann nach Belieben eigene Scripts zum Einsatz bringen, bzw. auch Performance-intensive Applikationen wie Chat, Adserver oder spezielle CMS laufen lassen. Darüber hinaus steht wesentlich mehr Speicherplatz am Server zur Verfügung. Beim Root Server muss man sich selbst um die Systemadministration, also Updates, Datenbanken, Backup, Software, Security, etc. kümmern, was ausgezeichnete Linux/Unix Kenntnisse erfordert – beim Managed Server wird dies durch den Provider erledigt. Der eigene Server kostet je nach Ausstattung (Prozessor, Speicher, Festplatte, etc.) ab 50 Euro aufwärts.

Kriterien für die Hoster-Auswahl

Die Auswahl eines Providers ist eine folgenschwere Entscheidung. Muss man darauf vertrauen können, dass Performance, Service und Zuverlässigkeit des Anbieters in Ordnung sind. Dies vor allem deshalb, weil ein Not-Umzug immer ein gröberes Projekt mit zahlreichen Problemen darstellt. Bei größeren Auftritten mit Datenbanken, Formularen und Gateways kann ein Umzug trotz bestehender Sicherungen zahlreiche Probleme auslösen – Domains werden nicht sofort verfügbar, Datenbanken und PHP-Versionen variieren, Scripts, Verwaltungs- und Cronjob-Systeme wechseln.

Man sollte sich daher von Anfang an folgende Fragen stellen:

Schritt 1: Was brauche ich grundsätzlich?

* Will ich eine rein private Seite veröffentlichen, die möglichst günstig sein soll? Und bei der Ausfälle zwar ärgerlich, aber nicht business-kritisch sind?
* oder will ich eine Business-Seite betreiben, deren Ausfall jede Minuten Geld kostet? Service-Qualität, Verfügbarkeit und andere Leistungen kosten natürlich Geld.

Schritt 2: Was brauche ich technisch?

Noch bevor sie sich Feature-Listen durchlesen: klären sie zunächst, was Sie technisch brauchen. Wollen Sie reine HTML-Seiten verwenden, oder ein Content Management, Scripte, Applikationen einsetzen? Benötigen sie dafür PHP, Perl, .Net oder ASP? Welche Datenbanken benötigen ihre Applikationen? Im Wesentlichen gibt es hier zwei Welten: Zum einen das Dreigespann Apache, Mysql und PHP, welchedie meisten der verfügbaren Open Source Anwendungen benötigen. Hier ist auch wichtig zu wissen, welche Versionen von PHP und MySQL genau benötigt werden. Der ASP-Bereich wiederum verwendet mit dem IIS Webserver, .net bzw. ASP als Entwicklerumfeld und der MS SQL Datenbank ausschließlich Microsoft-Technologie. Wenn Sie als Entwicklertool Microsoft Frontpage verwenden, empfiehlt sich die Wahl eines derartigen Providers (Achtung, Frontpage-Erweiterungen müssen auf Seiten des Providers freigeschalten sein).

Folgende Kriterien sollten beachtet werden:

* Wie viel Speicherplatz ist inkludiert? (für Web, Datenbanken, Mail) – Hier ist die heutige Untergrenze bei Shared Hosting rund 500MB (bis zu 30 GB), beim eigenen Server 20 GB (bis 120 GB).
* Wie viel Transfervolumen ist inkludiert? (für Web, Datenbanken, Mail) – Achtung, 100 GB können bei einer Seite mit hohem Traffic schnell erreicht werden. Erkundigen Sie sich dann vorher was die Überschreitung des Traffic kostet und behalten Sie die Statistik im Auge.
* Wie hoch ist die garantierte Uptime? (95% sind 350h Ausfallzeit pro Jahr, 99% immerhin 88h, 99,9 nur mehr 8,7h/Jahr)
* Wie sind die Kündigungsfristen bzw. Kosten für Domaintransfers bei Kündigung?
* Werden automatische Backups gezogen, die man bei Bedarf wieder zurückspielen kann?
* Ist eine kostenlose Hotline verfügbar und funktioniert sie auch?
* Serverstandort – Grundsätzlich kann man sagen: je näher der Serverstandort an den Internet-Kunden liegt, umso schneller werden die Datenpakete dorthin übertragen.
* Domains: Wie viele Domains benötigen Sie? Werden Sie eventuell exotische Länder-Domains benötigen? Dann erkundigen Sie sich vorher, ob ihr Provider a) die Domains selbst registriert oder b) ein Domain Pointing von einem anderen Server zulässt.
* Betriebssystem/Webserver: Unix, Linux, Microsoft Server jeweils mit Apache oder IIS
* Verfügbare Programmiersprachen: ASP, ASP.NET, PHP 4, PHP 5, CGI/Perl, Python, TCS, Ruby on Rails, Server Side Includes, Servlets, Java Server Pages
* Können die PHP-Version oder wichtige PHP-Variablen geändert werden? (falls für gewünschte Software nötig, vorher checken)
* Datenbanken: Microsoft Access, Microsoft SQL Server, MySQL, PstgreSQL. Können Versionen über das Interface geändert werden?
* Scripte: Wird die Laufzeit von Scripten aus Performance-Gründen künstlich eingeschränkt? Dies kann ZB zum Absturz von langen Scripten führen (ZB bei dem CMS Typo3).
* sind .htaccess Scripts zum Schutz von Verzeichnissen möglich?
* Sind E-Commerce Features verfügbar, ZB Shopping-Cart, Kreditkarten-Abrechnung, Sicherer Webserver (SSL)
* Wie viele E-Mail Adressen sind enthalten? Wie viel Platz pro Postfach steht zur Verfügung (1 GB sollte möglich sein) Gibt es kostenlosen Viren/Spamschutz für die Adressen?
* Kann man Mailing-Lists einrichten?
* Gibt es ein Webmail zum Lesen von Mails im Web, und welches System wird verwendet bzw. kann man selbst auswählen/installieren? (RoundCube ist besser als SquirrelMail)
* Sind Audio- und Video-Streaming verfügbar? Zu welchem Preis? Falls Sie den professionellen Einsatz von Videos planen, sollten sie dies schon zu Beginn abklären.
* Bekomm man Zugriff auf Logfiles? Dies wird nötig, wenn sie eine spezielle, professionelle Statistik-Software einsetzen wollen.
* Vorinstallierte Statistiken (Webtrends, etc.)
* Zugriff auf Server möglich? (Telnet, SSH, WebDAV)
* Web-Interface
* Sind Cron-Jobs möglich? Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Seiten oder Scripts (ZB Backups) automatisch zeitgesteuert aufrufen zu können.
* Gibt es eine eigene IP-Adresse?
* Sind CMS oder andere Applikationen (Foren, Blogs, CRM, Bildbearbeitung, Suchmaschinen, …) vorinstalliert oder auf Knopfdruck installierbar?
* Sind spezielle High-Performance Anwendungen zulässig, ZB Downloadseiten, Chat-Scripts oder Adserver?

Schritt 3: Provider suchen

1. Suchen Sie mittels Empfehlungen von erfahrenen Freunden, Agenturen bzw. spezial-Plattformen wie ZB http://www.webhostlist (D) nach geeigneten Kandidaten.
2. Werden Ihre Anforderungen dort erfüllt?
3. Enthalten die Preise alle Gebühren und Steuern?
4. Kleingedrucktes gelesen? (Lockangebote steigen nach 1-3 Monaten empfindlich im Preis)
5. Lesen Sie Bewertungen von Kunden in Google, oder einschlägigen Foren, News und Plattformen.
6. Testen Sie den Service durch kurze Anfragen.
7. Nutzen Sie – wenn möglich – einen Testzugang

Ressourcen:

http://www.homepage-kosten.de
http://www.webhostlist.de

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