18. September 2009 | Von

In Podcasts werben

Podcasts sind eine Serie von kurzen Audio- oder Videoclips, die per RSS Feed abonniert werden können. Sie wurden in den letzten Jahren von den Medien extrem gehypt, haben aber dennoch in der Bevölkerung erst einen sehr geringen Bekanntheitsgrad. Laut einer Umfrage von Arbitron/Edison Media Research aus dem Juni 2006 können nur 22 Prozent mit dem Begriff Podcasting” überhaupt etwas anfangen. Nur 11 Prozent haben jemals einem zugehört. Laut Nielsen/NetRatings haben erst 6,6 Prozent oder 9,2 Mio. der amerikanischen Online-Bevölkerung im Juli 2006 einen Audio Podcast heruntergeladen. Zudem haben rund 40 Prozent der Downloader von Podcasts dies nur einmalig getan. Video-Podcasting („Vcasting“) ist laut Nielsen erst in 4,4 Prozent der US Online-Bevölkerung verbreitet.

Die Zielgruppe der Podcasts ist allerdings wesentlich breiter gestreut als vermutet. Laut einer Untersuchung von Arbitron sind 48 Prozent der Zuhörer Frauen, und nur 32 Prozent im Alter von 18-34. Die größte Zuhörergruppe ist mit 45 Prozent jene mit 35 Jahren oder älter, 17 Prozent sind zwischen 45 und 54. Dies deutet darauf hin, dass die Zuhörerschaft bereits über die Gruppe der Early Adopters hinausgekommen und zu einem Mainstream-Medium geworden ist – obwohl die gesamte Zuhörerschaft noch relativ klein ist.

Podcasts als Marketing-Instrument Podcasts sind ein sehr neues Medium, und entwickeln sich formal nach wie vor stark weiter. Da sie aus der Online-Welt kommen, sind sie keine reine Radio Talk-Show, sondern haben auch Anleihen sowohl von E-Mail Newslettern mit interessanten Artikeln, als auch von persönlichen gehaltenen Blogs genommen.

Bei der Produktion von Podcasts sollte man daher auf folgendes achten: – eine angenehme, laute und verständliche Stimme (bei der Produktion nicht sitzen oder herunterlesen – immer spannend halten). – Regelmässigkeit in der Publikation – ideal sind wöchentliche neue Inhalte. Podcasts funktionieren vor allem langfristig: ein einmaliger gutter Clip ist zu wenig – das Medium lebt von der Community, die sich im Lauf der Zeit aufbaut. Die Frequenz und gesamte Anzahl der Serie (falls nicht unendlich geplant) sollte man den Usern immer bekannt geben. – Einen hervorragenden Titel für den Podcast suchen, der eine Verbindung zum Inhalt hat und in irgendeiner Form anders oder lustig ist. – Hoher Grad an Abwechslung (Themen, Gäste, …) – Einen interessanten roten Faden finden, der sich durch mehrere Podcasts zieht. – Optimale Länge beträgt zwischen 10 und 20 Minuten, mit Einzel-Beiträgen zwischen drei und vier Minuten. – Werbung kurz halten (10-15 Sekunden) und wenn möglich so in den Context einbauen, so dass der User sie nicht gleich bemerkt und manuell übergeht. – Da die Podcasts eine lange Lebensdauer haben, sollte man keine kurzfristigen Angebote einbauen, sondern solche, die kein Ablaufdatum haben. – Werbung in der Mitte und am Ende schalten, um User nicht abzuschrecken. Laut Podtrac (Mai 2006) hören 88 Prozent der Hörer bis zum Ende zu. – Die 255 Zeichen für den ID3 Text der mit einem Sichtfenster von 17-32 Zeichen langsam über den Bildschirm des Users scrollt, sollte man unbedingt dazu verwenden, um den Podcast-Titel und Kontaktdaten (v.a. URL) einzubauen. Rund 56 Prozent hören sich Podcasts nämlich am Computer an. – Die beste Zeit zur Veröffentlichung ist der Abend, da viele User ihre Downloads über Nacht starten.

Laut dem Podcast-Experten Rob Walch sollte man vor allem vermeiden, Inhalte aus anderen Quellen wie der eigenen Webseite oder E-Mail Artikeln einfach „wiederzuverwerten“. Der Inhalt sollte immer auf die Form des Podcasts zugeschnitten, und inhaltlich neu sein. Auch stupide Werbung sollte man in Podcasts vermeiden – die Chancen stehen dann nämlich extrem hoch, dass die User den Cast kein zweites Mal herunterladen. Besser ist es, Werbung geschickt in lustige oder informative Inhalte zu verpacken – oder sie mit erkennbarer Melodie anzukündigen und kurz zu halten.

Podcast-Produktionen sollten zudem auch gut beworben werden. Während die Produktion aufgrund der geringeren Ansprüche der User an Audio- und Inhalts-Qualität noch sehr günstig ist, muss man vor allem beim Start alle internen (Newsletter, Briefpapier, Signaturen, Webseite, andere Podcasts, etc.) und externen (PR-Aussendung, Inserate, etc.) Werbe-Möglichkeiten nutzen, um die Clips an den Mann und die Frau zu bringen.

Wenn man keinen eigenen Werbespot produzieren will, kann man auch Werbung in den Podcasts von Dritten schalten.

Ressourcen 
- podCast411, blog of Robert Walch, co-author, 'Tricks of the Podcasting Masters'
http://www.podcast411.com
- Curry.com - blog of the inventor of podcasting, Adam Curry
http://www.curry.com/
- iTunes' tech specs for podcasters:
http://www.apple.com/itunes/podcasts/techspecs.html
- Advertising-Networks: Blast Podcast (http://www.blastpodcast.com/advertisers.html), 
Castfire (http://www.castfire.com), Kiptronic (http://kiptronic.com/podcaster), Podbridge 
(http://www.podbridge.com), RadioTail (http://www.radiotail.com). The Podcast Network's 
eBay auction info (http://tpn.thepodcastnetwork.com/2006/07/18/tpn-ebay-autions-goes-live/)
- Podcast Verbreitungs-Services: FeedBurner (http://www.feedburner.com), iTunes 
(http://www.apple.com/itunes/), Libsyn (https://www.libsyn.com), Podiobooks.com 
(http://www.podiobooks.com)
- Mess-Tool: Podbridge (http://www.podbridge.com)
- Produktions-Software für Podcast: GarageBand (http://www.apple.com/ilife/garageband/), 
Adobe Audition (http://www.adobe.com/products/audition/index.html), LiveOffice 
(http://freeconferencing.liveoffice.com/free-conferencin-recording.html)
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