18. Dezember 2014 | Von

User Experience optimieren: KPIs und Plattformen

conversion_attribution_modelle_Tim Reckmann_pixelio.de

Der Conversion mit dem Rechner auf den Leibe gerückt (c) Tim Reckmann / pixelio.de

Ein User-Experience Test wird durchgeführt, um die Gebrauchstauglichkeit einer Webseite mit den potenziellen oder tatsächlichen Benutzern zu überprüfen. Es geht dabei um die Detail-Optimierung von Interaktionsprozessen der Seitenbesucher, ZB beim Bestellprozess in einem Online-Shop.
Oft können schon kleine Änderungen in Design oder Funktionen eine enorme Verbesserung bewirken. Waren User-Experience Tests bis vor kurzem eine Domäne spezialisierter und teurer Agenturen, kann man mittlerweile auf eine Reihe von ausgezeichneten Online-Plattformen zurückgreifen, um die User-Experience zu optimieren.

Dabei wird ein Fremdcode der jeweiligen Plattform in die eigene Seite integriert, und schon kann man verschiedenste Dienste nutzen.

VORGANGSWEISE KLASSISCH

Beim Test werden Versuchspersonen veranlasst, typische Aufgaben mit der Webseite zu lösen. Dann wird geprüft, an welchen Stellen Schwierigkeiten bei der Benutzung auftreten. Die Versuchspersonen werden zum lauten Mitsprechen aufgefordert, damit der Beobachter weiß, was die Person gerade denkt.

Beim Online Testing erfolgt die Befragung oft mit bezahlten Testpersonen aus einer speziellen Zielgruppe (Panel). Je nach Plattform existieren für den jeweiligen Sprachraum, Jobpositionen, bzw. sozio-, psychographische und demographische Gruppe unterschiedliche Mengen an freiwilligen Testern.
Bei besonders gründlichen Untersuchungen wird vor dem Test das Vorwissen des Probanden, zum Beispiel Erfahrung mit ähnlichen Produkten, abgefragt. Tester die Vor-Erfahrungen haben werden ausgeschieden um das Ergebnis nicht zu beeinflussen.

Für den Test selbst können verschiedenste Aufzeichnungen genutzt werden:

  •  Ton
  • Video
  • Bildschirm
  • Mausbewegungen
  • Mausklicks
  • Tastatureingaben
  • besuchte Webseiten>
  • Blickbewegungsregistrierung

Vor und nach dem Test können kurze Befragungen stattfinden (Produktwissen, Zufriedenheit mit Prozess, ..).

Die gesamten Ergebnisse ermöglichen nun eine Analyse der Schwachstellen und eine Optimierung, so dass die festgelegten KPIs gesteigert werden können.

Nach dem Test werden alle Protokolle dem Kunden entweder sofort zur Verfügung gestellt, oder von der UX Plattform / Agentur transponiert / gefiltert.

MESSWERTE DEFINIEREN

Definieren sie sinnvolle und messbare User Experience KPIs (Key-Performance-Indikatoren) bei der Durchführung verschiedenster UX-Projekte. Setzen Sie sich also ein Ziel, was genau optimiert werden soll.
Beachten Sie dabei, dass KPIs nur dann einen Sinn machen, wenn sie a) eine zeitliche Dimension haben b) es eine klaren Grund gibt warum sie gemessen/reported werden soll c) es einen Vergleich/Erwartungswert gibt d) und eine klare Definition wann und wie aufgrund der aufgetreten Messwerte gehandelt werden soll.

Generelle KPIs

  • Konversionsrate Visits
  • Konversionsrate Sales
  • Funnel Ausstiegsrate
  • Warenkorb Ausstiegsrate
  • Bounce Rate
  • Anzahl Sales
  • Anzahl Leads
  • Anzahl Anmelder (Newsletter, Kunde, Registrierungen, etc.)
  • Unique visitors
  • Wiederkehrende Besucher
  • Seitenimpressionen pro Besucher
  • Besucher / Besteller Ratio
  • Ladezeit
  • Besuchszeit auf Seite (Gesamt, Einzelseite)
  • Seiten pro Besucher
  • Formular Abbruchrate
  • interne Suche Abbruchrate

UX Test KPIs:

  • Zeit zum Inhalt
  • Anzahl Klicks zum Inhalt
  • Anzahl Klicks auf “Zurück” im Browser
  • Zeit zur Lösung der Aufgabe
  • Anzahl unlösbarer Fälle
  • Emotionale Reaktion
  • Anzahl der Fehler
  • Anzahl erwarteter Pfade zur Lösung in Prozent
  • Übereinstimmung mit Lösungsmodell in Prozent
  • Zufriedenheit (Befragung):>Es gibt einige standardisierte Fragen zu UX, googeln sie am besten nach: After Scenario Questionnaire, NASA task load index, Subjective Mental Effort Questionnaire, Usability Magnitude Estimation, Single Ease Question, System Usability Scale

WER FÜHRT DURCH?

Am besten eine User Experience verantwortliche Person oder verantwortliches Team (je nach Größe).
Falls die Graphiker/Techniker/Programmierer in User Experience erfahren oder geschult sind, kann man auch diese heranziehen. Marketing-/Produktmanagement bzw. die für Veränderungen zuständige Person sollte in jedem Fall in den Prozess involviert sein.

Methoden generell:

  • Benutzeranalysen (z.B. Interviews, Diskussionsgruppen)
  • Aufgabenanalysen
  • Kontextanalysen (Situations-/Umweltanalysen)
  • Personas erstellen (stilisierte fiktive Benutzergruppen)
  • Szenarien definieren (fiktive Use Cases)
  • Card Sorting (Gruppieren und Benennen von vorgegebenen Inhalten, um Navigationsstruktur zu erhalten)
  • User Interface-Prototyping (Erstellung von Modellen)
  • Usability Test
  • Online-Umfragen
  • Eye Tracking (Blickverlaufsmessungen)
  • Mouse Tracking
  • Fokusgruppen
  • Experten-Reviews (Expertenanalyse)
  • Remote Usability Test (Interaktion zwischen Testleiter und Testteilnehmer über das Internet)
  • Web Analytics Tools (Analyse des Nutzerverhaltens)
  • Innovations-Workshops (Kreative Diskussionsgruppen zur Ideengenerierung)

TOOLS

Für Usability-Testing gibt es bereits zahlreiche gute Plattformen, ZB

Interaktions-Testing

Panels mit Testpersonen online (Video & Befragung)

A/B Testing, Design

Schlagworte: ,

hogan outlet hogan outlet online louboutin pas cher louboutin pas cher tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher nike tn pas cher air max pas cher air max pas cher air max pas cher air max pas cher air max pas cher air max pas cher golden goose outlet golden goose outlet golden goose outlet golden goose outlet golden goose outlet golden goose outlet