11. Oktober 2011 | Von

CMS: Kommerziell oder Open Source?

Der Markt für Content Management Systeme wurde durch den Boom des Internet Mitte der 90er Jahre sehr lukrativ. Unzählige Anbieter sprangen mit neuen Entwicklungen oder Weiterentwicklungen bestehender Systeme (ZB Dokumentenmanagement) auf den Zug auf. In dem offenen Verzeichnis DMOZ und im Google Verzeichnis sind derzeit weit über tausend Software-Pakete verzeichnet, die sich selbst als Content Management System bezeichnen. Der größte Teil davon besteht aus Lösungen im Low-End Bereich, die von Web-Agenturen im Zuge von Kundenprojekten entwickelt wurden und eine sehr kleine Kundenbasis aufweisen. Gartner schätzt, dass der weltweite Markt für Content- und Dokumenten-Management Software bis 2008 jährlich um 10,7 Prozent wachsen wird. Viele Firmenkäufe werden aus Sicht der Marktforscher den Markt demnächst weiter konsolidieren.

CMS unterscheiden sich grundsätzlich hinsichtlich ihrer Lizenzpolitik (kostenlose Open Source Software versus proprietäre Kaufsoftware), ihres Preises (High-, Medium-, Low-End), Ihrer Fähigkeit Unternehmensprozesse mit abzudecken (Web-CMS versus Enterprise Content Management), ihres Installations-/Erstellungsortes (Serverbasiert, Client-Basiert, Software as a service-Lösung), ihrer funktionalen Ausrichtung (CMS, Portale, Redaktionssysteme, Groupware-orientiert, E-Learning, E-Commerce, Wikis), sowie ihrer Ausrichtung auf bestimmte Branchen (ZB CMS für Zeitungen oder Tourismus-Branchen).

Die meisten Systeme arbeiten webbasiert mit Datenbanken, welche die Inhalte bei Bedarf automatisch zur Verfügung stellen. Nachteil dieser Systeme ist die sinkende Performance bei stärkeren Zugriffen. Hier hilft man sich üblicherweise durch mehrere Datenbanken (ZB eine macht Einfügungen von Daten, eine liest), und mehrere Webserver (Clustering).

Beim Staging-System werden im Gegensatz dazu aus einer Datenbank heraus statische Webseiten erzeugt, was die Performance deutlich steigert. Dieser Ansatz hat sich aber nicht durchgesetzt, weil es eine Latenzzeit zwischen Einpflegung und Onlinegehen gibt, und sich – ZB beim Löschen in der DB – Inkonsistenzen mit dem Online-Content ergeben können.

KOMMERZIELLE CMS

Es gibt eine Vielzahl an kommerziellen CMS-Systemen. Alle hier vorzustellen würde den Rahmen des Artikels sprengen. Daher stelle ich Ihnen lediglich einen Auszug der besten Systeme in jedem Preissegment vor. Im kommerziellen Bereich zum einen die fünf großen, sehr teuren High-End Systeme, sowie die von Usern auf Benchpark.de in zwei Kategorien am besten bewerteten CMS.

Die großen:

  • Vignette
  • Red Dot
  • Broadvision

Die best bewertetsten (http://www.Benchpark.de):

  • Lemon 42
  • Interred
  • Portamundi

Ausgewählte kommerzielle CMS

CMS Webservices

Immer mehr CMS-Systeme werden direkt im Web als Software as a Service (SaaS) gehostet und entwickelt. Ihr Vorteil liegt in der schnellen Entwicklung und leichteren Wartung (Updates, Security werden vom Anbieter automatisch bereitgestellt). Ihr Nachteil in ihrer Eingeschränktheit hinsichtlich Funktionalität und Templates – es besteht kein direkter Zugriff auf den Server. Auch viele große Hosting-Firmen (ZB Strato, EinsundEins) bieten ausgereifte Homepage-Baukastensysteme mit zahlreichen Templates an.

Content-fx Anwendungsbereich: Content Management Referenzen (Auswahl): amasol AG Internet: http://www.salesfactory42.com

factline FCS Anwendungsbereich: Content, Community und Collaboration Management Referenzen (Auswahl): Ärzte ohne Grenzen, Wirtschaftsraum Wien-Bratislava, Salzburg Research Internet: http://www.factline.com

LotusLive Engage Anwendungsbereich: CMS, CRM, DMS, Web Conferencing, Projektmanagement, Unternehmensübergreifende Zusammenarbeit (Extranet) Referenzen (Auswahl): Nokia, Collaboration Matters, T & C Consulting Internet: http://www.lotuslive.com

PIRONET NDH ASPortal.workspace Anwendungsbereich: MS Office, Exchange, Office Communications Server, Sharepoint Referenzen (Auswahl): Job AG, Dietze Group, GlaxoSmithKline Internet: https://ts.asportal.com

Service-Community.net Anwendungsbereich: Community Software Referenzen: www.ferien.de, www.medizinfuchs.de, www.saftfabrik.de Internet: http://www.service-community.net

Truition Commerce Management System Anwendungsbereich: CMS, eCommerce, Projektmanagement Referenzen (Auswahl): Dell Financial Services, Fujitsu Technology Solutions, Wolford Internet: http://www.truition.de

web4biz Anwendungsbereich: Content Management System Referenzen (Auswahl): REALIS AG, Prosoft Software Vertriebs GmbH, Port International Internet: http://www.web4biz.de

Zetta ENS Anwendungsbereich: Dienst für Content Management, Website Generator, Redaktionssystem, und Publishing Referenzen (Auswahl): Kulturforum Planegg, Hanseatisches Projektmanagementkontor, Hotel Friedenshöhe Internet: http://www.zettamax.de

OPEN SOURCE CMS

Der große Vorteil von Open Source Systemen ist ihr günstiger Lizenzpreis (= 0,-). Allerdings fallen – wie auch bei anderer Open Source Software – auch im Hintergrund Kosten an, die bedacht werden müssen. Dazu gehören Implementierungskosten, Wartungskosten, Schulungskosten und manche kostenpflichtige Add-Ons. Eines der erfolgreichsten Open Source CMS, die weltweit weit über 100.000 Mal installierte Software Typo3 beispielsweise, ist zwar enorm mächtig, aber selbst für gute PHP-Programmierer nur in 1-2 Monaten zu erlernen und extrem komplex. Der große Vorteil, einfach Eigenentwicklungen dazuprogrammieren oder fremde Module für neue Funktionen einfügen zu können, kann allerdings beim Umstieg auf neuere Versionen auch ein Eigentor werden, wenn die angefügten Module sich mit dem neuen System spießen. Auf http://www.opensourcecms.com/ kann man nahezu alle am Markt verfügbaren Open Source CMS live testen – aus Benutzer- und Administratorsicht. So sparen sie sich viel Arbeit für eigene Test-Installationen.

Vorteile Open Source Systeme

  • Keine Lizenzkosten
  • Riesige Communities: Konkurrenz zu F&E-Abteilungen von Softwareherstellern
  • Schneller Support über Newsgroups
  • Höhere Investitionssicherheit, da kein Insolvenzrisiko eines Herstellers
  • Kein Upgrade-Zwang
  • Skalierung ohne Lizenzkostenthematik
  • Interne Pflege / Weiterentwicklung möglich, falls Ressourcen vorhanden

Vorteile Kommerzielle Systeme

  • Konventionelle Sicherheit durch Lizenzverträge
  • Umfangreiches Modul- und Featureangebot out of the box
  • Zahlreiche und zertifizierte Schnittstellen
  • Teils geringere Integrations- und Anpassungsaufwände

Ausgewählte Open Source-CMS

 

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